4. Fastensonntag - Unterbrechung

14.03.2021

Die Orgel ist in diesem Jahr das Instrument des Jahres.
Gar prächtige und gewaltige Melodien sind für sie komponiert worden. Mal ganz leise Töne, mal Musik in Moll, und dann wieder fröhlich und beschwingt.

Was macht unsere „Melodie“ gerade? Wie gehen wir durch unseren Tag? Fröhlich und beschwingt oder ist uns eben doch auch ein bisschen schwermütig ums Herz und der Kopf hängt zwischen den Schultern, denn: Corona nervt?!
In diesem Jahr habe ich oft gehört, dass zu dem ganzen Verzichten, das die Corona-Zeit doch bereits mit sich bringt, nun auch noch selbstauferlegte Askese und Enthaltsamkeit aufgrund der Fastenzeit keine Option ist und deshalb einfach mal entfallen muss. Kann ich gut hören!

Aber egal ob nun mit oder ohne Fasteneinlage, uns allen sei mal zwischendurch und zur Stimmungsaufhellung (falls dies notwendig ist) zugejubelt:
Freut euch, denn in dieser Woche war Bergfest! Nein – ob von Corona samt dem ganzen Schlammassel, das weiß ich nicht (und ich hoffe, dass dieses Bergfest auch schon hinter uns liegt!) - aber doch immerhin von der Fastenzeit. Ostern kommt näher! Licht, Hoffnung, Osterjubel!

Und so heißt der heutige 4. Fastensonntag auch Laetare-Sonntag, von lat. „laetare“, das heißt übersetzt: Freue Dich! Und das ist wie eine kleine Medizin oder vielleicht gar Impfung gegen den Corona-Blues:

Freue Dich an den kleinen Dingen im Leben, dem erwachenden Frühling, am Lächeln anderer, am Vogelgezwitscher, einem lieben Wort oder schöner Musik. Und die darf auch gerne von der Königin der Instrumente kommen, denn die kann wahrlich alle Register ziehen und bläst den Trübsinn vielleicht einfach fort!