Fastenzeit - Tag 31

24.03.2021

Kreuzweg nach Markus

Der Tod Jesu

Als die sechste Stunde kam, brach eine Finsternis über das ganze Land herein - bis zur neunten Stunde. Und in der neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme: Eloï, Eloï, lema sabachtani?, das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Hört, er ruft nach Elija! Einer lief hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab Jesus zu trinken. Dabei sagte er: Lasst, wir wollen sehen, ob Elija kommt und ihn herabnimmt. Jesus aber schrie mit lauter Stimme. Dann hauchte er den Geist aus. Da riss der Vorhang im Tempel in zwei Teile von oben bis unten. Als der Hauptmann, der Jesus gegenüberstand, ihn auf diese Weise sterben sah, sagte er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn. Auch einige Frauen sahen von Weitem zu, darunter Maria aus Magdala, Maria, die Mutter von Jakobus dem Kleinen und Joses, sowie Salome; sie waren Jesus schon in Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient. Noch viele andere Frauen waren dabei, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren.
(Markus 15,33-41)

Jesus ist seinen Weg in letzter Konsequenz und in absolutem Gottvertrauen gegangen. In jedem menschlichen Leiden und Sterben öffnet der Blick auf das Kreuz die Hoffnung auf den Durchgang in das Licht der Auferstehung. Das in der westlichen Gesellschaft vielfach verdrängte Thema von Sterben und Tod bekommt hier eine neuer Perspektive. Sterben und Tod gehören zum Menschsein und ist nicht Ende des Lebens, sondern führt in eine neue Dimension.
 
Wie groß ist unser Gottvertrauen? Was glauben wir, was uns nach dem Tod erwartet?